In Chile müssen die 33 eingeschlossenen Bergleute nach einem Grubenunglück bis auf weiteres ihrer Rettung harren. Aus der Tiefe gelangen zuweilen einige wichtige Informationen über ihren Zustand nach oben. 5 der Bergleute zeigen offenbar Symptome einer Depression. Andere vermissen den Alkohol verdächtig stark.
Dass diese Situation den härtesten Kumpel nicht kalt lässt, ist verständlich: Nach dem Grubenunglück vor 3 Wochen befinden sich die Bergleute in Chile nun in 700 Metern Tiefe; wann genau sie wieder nach oben und zu ihren Familien kommen werden, ist noch unklar. Seit gestern sollen Rettungsteams mit Bohrungen beschäftigt sein. Diese jedoch werden vermutlich 3 bis 4 Monate dauern. Zudem werden die Kumpel selbst Hand anlegen müssen, das herunterfallende Geröll müssen die Bergleute beseitigen, wenn man zu ihnen vorstoßen können soll.
Die Kommunikation mit den chilenischen Bergleuten fördert jedoch auch Hintergründiges über deren grundsätzliche Arbeitsbedingungen zutage. Einige der Kumpel baten um Wein, es wurde gemutmaßt, dass sie teilweise unter Entzugserscheinungen litten. Das wirft ein – wenn auch mattes – Licht auf die Lage: Die Anspannung unter Tage scheint hoch zu sein, die Angst davor, verschüttet zu werden, ist offenbar nichts, was die Männer leicht schultern könnten. Der Alkohol scheint da zur Entlastung missbraucht worden zu sein.
Ob es sich allerdings um medizinisch bedenkliche Entzugserscheinungen handelt, ist fraglich: Denn nach 3 Wochen Abstinenz wäre ein körperlich Abhängiger beinahe aus dem Gröbsten raus. Daher erscheint die Entscheidung, den Bergleuten weder Alkohol noch Tabak in die Tiefe zu schicken als verantwortbar.
Brisanter könnten hingegen die Symptome sein, die auf eine Depression schließen lassen; doch auch diese Diagnose ist vage: Ob es sich tatsächlich um eine Depression oder um eine starke depressive Verstimmung handelt, geht aus den bisherigen Berichten nicht eindeutig hervor.















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