Saßen wir nicht alle schon mal in einem mehr oder weniger guten Horror-Film und haben uns aufgeregt? Da ist dieser Psychopath: Angst einflößend, gefährlich, schonungslos. Und das Opfer: weiblich, hübsch und dumm, denn natürlich läuft sie der Gefahr direkt in die Arme.
Doch wie wäre es, wenn wir plötzlich selbst entscheiden könnten was passiert? Wenn das Leben der Hauptdarstellerin nur von uns abhängen würde?
Die Hamburger Werbeagentur Jung von Matt/Spree scheint genau das ermöglicht zu haben, denn für den Pay-TV Sender „13TH Street“ realisierte sie den ersten interaktiven Horrorfilm im Kino. Name des Streifens: Last Call.
Das verrückte daran: Die Kinogänger sollen Horror erleben wie nie zuvor. Dafür bekommen Zuschauer eine eigene Rolle und stehen im Dialog mit der Hauptdarstellerin des Films, womit der Horror-Streifen zum interaktiven Nervenkitzel avanciert.
Wie das funktionieren soll? Vor Betreten des Kinosaals werden die Zuschauer dazu aufgefordert, einen Code per SMS an eine spezifische Nummer zu senden. Damit sind sie von der Software erfasst. Nun können die Akteure im Film direkt mit dem Publikum kommunizieren, via Telefonanruf und Spracherkennung. Mit einem Spracherkennungssystem kann der zufällig ausgewählte Kino-Gast schließlich per Handy den Verlauf des Films beeinflussen. Diese Funktion gibt es auch bei Mobilfunkgeräten und Handyverträge die über Prepaid Tarife laufen. Die Ansagen des Zuschauers werden in Befehle umgewandelt und die Software spielt dann die passende Szene ab.
So wird also entschieden, welchen Weg eine Geisel auf der Flucht wählt, ob sie anderen Opfern hilft, ob sie überlebt oder selbst Opfer ihres sadistischen Entführers wird. Während sich die Szenen auf der Leinwand abspielen, hört der Zuschauer gleichzeitig am Telefon die Stimme der Hauptdarstellerin und erlebt hautnah ihr Atmen, ihre Schritte, ihre ganze Angst.
Viel versprechend klingt die ganze Angelegenheit. Ob der besondere Horror-Nervenkitzel aber auch ein Erfolg wird? Was meint ihr?















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